Hamam

Hamam

Früher galt ein Hamam, also ein türkisches Dampfbad oder auch orientalisches Bad genannt, als etwas für den härter gesottenen Saunafreund. Doch inzwischen sind die Hamam voll im Trend der Wellness-Freunde angekommen. Ein Hamam ist sowohl für Männer als auch für Frauen gedacht, wird aber in den islamischen Ländern entweder durch unterschiedliche Räumlichkeiten oder Öffnungszeiten getrennt. In den Hotels rund um das Mittelmeer wird das Hamam aber in der Regel von beiden Geschlechtern genutzt. Ein richtiges Hamam wird eigentlich aus Marmor erbaut und in der Mitte ist ein kreisrunde Liegefläche markiert, die Nabelstein genannt wird. An den Wänden sind etliche Waschbecken angebracht, die sowohl warmes wie auch kaltes Wasser spenden.

Mit diesem Wasser soll man sich regelmäßig selbst übergießen. Wer das lieber dem Bademeister oder Masseur, der auch Tellak genannt wird, überlassen möchte, kann seine Dienste in Anspruch nehmen. Die Massagetechniken der Tellak unterscheiden sich von denen, die bei uns sonst angeboten werden, sind aber sehr wirkungsvoll und wohltuend. Masseure und Bademeister bieten auch ganz unterschiedliche Wellness-Angebote an wie zum Beispiel ein Haut-Peeling. Das Hamam wird traditionell auch von Männern zu einer gründlichen Rasur genutzt, während Frauen es als eine günstige Gelegenheit zur Enthaarung sehen. Die Körperpflege wird gerade in einem orientalischen Dampfbad sehr groß geschrieben.

Wer in einem Hamam ein Körper-Peeling wünscht, wird vom Tellak mit einem Kese abgerieben. Dies ist ein rauer Handschuh, der entweder aus Wildseide besteht oder mit Ziegenhaar versehen ist. Damit wird der Körper mehrmals kräftig abgerieben, was nicht nur lästige Hautschuppen entfernt, sondern auch die Durchblutung anregt. Es gibt auch die Möglichkeit, sich in einem Hamam seine Haare zu färben. Da es in einem Hamam vor allem um das Wohlbefinden und die ausführliche Körperpflege geht, ist das Hamam bei vielen sehr beliebt und wird zur Erholung und Entspannung genutzt, die nach dem Hamam in einem kühleren Raum stattfindet. Auch dies ist für den Körper schonender als die harte Wechsel zwischen heiß und kalt bei einer finnischen Sauna.

Das Hamam ist eigentlich der Nachfolger der griechischen-römischen Badekultur und hat sich im Orient über die Jahrhunderte weiterentwickelt. Aber in den Großstädten Deutschlands finden sich immer öfter Hamams im Angebot der Wellness-Anbieter. Der Tellak hat eine lange Ausbildung hinter sich und bietet ganz unterschiedliche Massagearten an, wobei ihm seine persönliche Erfahrung hilft, genau die richtige Massage für seine Kunden auszuwählen. Dementsprechend lange hält das Wohlfühlgefühl nach einem Hamambesuch auch bis zu einer Woche an. Wer immer die Gelegenheit hat, sollte sich einen Hamambesuch gönnen.