Savusauna

Savusauna

Irgendwo in der weite Finnlands, vielleicht an einem schönen See gelegen, steht ein sogenanntes Hirsi Mökki, was auf deutsch soviel wie Blockhäuschen heißt. Darin befindet sich eine Savusauna, für die die Finnen bereits seit Jahrhunderten bekannt sind. Diese Saunaart ist die älteste und traditionsreichste von allen. Ein echt uriges Erlebnis, dass viele Urlauber auch heute noch kennenlernen dürfen.

Die Savusauna kann auch als einfache Rauchsauna in einem feststehenden Gebäude bezeichnet werden. Ein rußgeschwärzter Streifen über der Eingangstür fällt dem Betrachter schnell ins Auge. Es sieht aus als hätte es dort gebrannt. Im Innern der Hütte erwartet den Besucher allerdings nicht abgebranntes Mobiliar sondern zwar rußgeschwärzte Wände und ein intensiver Rauchgeruch, aber auch gemütliche, allerdings ebenfalls rußgeschwärzte Bänke für die Saunagänger. Der Eindruck eines Brandes täuscht, denn die Rauchentwicklung in der Hütte ist natürlich gewollt.

Die Sauna wird mit einem gemauerten Saunaofen, Holz und Saunasteinen betrieben, wie jede andere Sauna auch. Statt aber den Rauch des Feuers über einen Abzug ins Freie zu leiten, wird er im Innenraum der Savusauna gesammelt. Er sucht sich dann selbstständig einen Weg ins Freie und zwar durch jede erdenkliche Ritze. Die Rauchsauna benötigt zwischen vier und acht Stunden, um auf die richtige Saunatemperatur gebracht zu werden. Danach wird einmal kräftig gelüftet, um den Rauch zu vertreiben. Dann ist die Savusauna bereit für den ersten Saunagang.

Der erste Besuch einer Savusauna ist für viele ein Abenteuer, bei dem man sich vorkommt wie ein Überlebenskünstler. Jeder Saunagänger schnappt sich zunächst im Vorraum ein Holzbrett, dass er dann unter sein Hinterteil legen kann. Wer möchte schließlich schon einen rußgeschwärzten Po riskieren. Haben alle Saunagänger Platz genommen, kann es mit dem Löyly, einem Aufguss, losgehen. Der fällt meist ziemlich heftig aus und die Saunagänger verspüren schnell das einzigartige Gefühl , dass nur die Rauchsauna zu bieten hat. So in etwa muss sich ein Räucherschinken fühlen.

Wer das Vergnügen erleben kann in einer echten Savusauna zu schwitzen, sollte beim Betreten alles vergessen was er bisher über die Sauna wusste. Hier empfängt den Saunagänger kein Duft von Tannen, Früchten oder Kräutern, sondern es riecht einfach nach Rauch. Ganz ohne Schmutzfilm geht ein solcher Saunagang meist nicht ab. Wer allerdings denkt, dass er nun wie ein Aal im Rauch hängen müsste, der irrt. Man sitzt nicht direkt im Rauch. Eine Rauchvergiftung braucht also kein Saunaliebhaber befürchten.